Gedenken an Adel Tartir: Pionier des palästinensischen Theaters

In diesem Nachruf ehrt der Sohn des Schauspielers und Theatermachers Adel Tartir dessen Glauben an die befreiende Kraft des Theaters – ein Vermächtnis, das über seinen Tod hinaus wirkt.  

Mit seinem Tod am 10. Juli 2025 hinterließ der Künstler, Geschichtenerzähler und Hüter der Sanduk El-Adschab (dt.: Wunderbox), Adel Tartir, ein historisches Theatervermächtnis, das es zu bewahren und zu würdigen gilt. Mehr als ein halbes Jahrhundert lang widmete er sein Leben dem Theater und legte damit den Grundstein für die zeitgenössische palästinensische Theaterbewegung. Vom Al-Sakifa-Theater über die Balaleen-Truppe bis hin zum späteren Sanduk El-Adschab-Theater: Tartir war davon überzeugt, dass authentisches Theater – aus dem Leben der Menschen kommend und zu ihnen gehörend – eine mobilisierende, bildende und befreiende Rolle innehat. Er verstand Theater als fortwährendes kreatives und widerständiges Engagement. Immer wieder betonte er: „Wir leben Theater: Wenn wir atmen, wenn wir gehen, wenn wir tanzen, wenn wir schlafen.“

Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um nicht nur den Künstler, sondern auch den Menschen selbst in den Vordergrund zu rücken. Ich schreibe als sein ältester Sohn, Freund und Kollege. Und ich blicke zurück auf vierzig Jahre voller Herzlichkeit, Leidenschaft, Liebe zum Theater, Hoffnung, Entschlossenheit, kreativer Auseinandersetzung und geteiltem Stolz.

Click Here to Read the Article 

Click Here to Download the Article